Ernährung in der Schmerzmedizin

Ernährung als wichtiges Element einer ganzheitlichen Schmerz-Therapie.

Nicht nur die Korrektur von Übergewicht, sondern v.a. auch von Defiziten war schon vor Jahrhunderten und ist es auch heute, ein anerkanntes und elementares Therapieziel in der Allgemeinmedizin und besonders in der Schmerzmedizin. Der heutige Kenntnisstand geht jedoch weit über diese Teilziele hinaus. Gesunde Ernährung und Ernährungstherapie (Diätetik) müssen als Basiselement einer ganzheitlichen Schmerzmedizin verstanden und genutzt werden. Sie gehören in jedes multimodale Therapiekonzept.  

(Günther Bittel, Gabriele Wagner in Springer Schmerzmedizin Nov. 2016 | Jg. 32 | Nr.6)

Der Zellstoffwechsel stellt die direkte Versorgung aller geweblichen Strukturen dar. Ist dieser Stoffwechsel  in seiner Fähigkeit erschöpft die Gewebe  (Nerven, Knorpel, Muskel, Gefäße…) mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff über das Blut zu versorgen, werden sich die betroffenen Gewebe durch zu hohe Abbauproduktbelastung verändern. Sie werden fester und verlieren an Elastizität und Beweglichkeit. Dies kann den Verschleiß von Knorpelgeweben und die Verhärtung der Muskulatur begünstigen und zu zunehmenden Schmerzen führen.

So wirken sich nicht nur Koffein, Nikotin, Bewegungsmangel, körperlicher und psychischer Stress und Umweltgifte äußerst negativ auf den (Zell-) Stoffwechsel aus, sondern in gleichem Maße eine unausgewogene Ernährung. Deshalb spielt gerade heute in der Schmerzmedizin, in Zeiten in denen in großem Umfang, insbesondere in der Lebensmittelindustrie, künstlich hergestellte Substanzen verwendet werden und viele Menschen durch propagierten Diätwahn den Bezug bzw. das Bewusstsein zu einem natürlich-gesunden Ernährungsverhalten verloren haben, eine gezielte Ernährungsumstellung eine essentielle Rolle. Eine heilkräftige Ernährung ist, neben der Atmung, die existenzielle Grundlage zur Aufrechterhaltung aller feinstofflichen, sensibel aufeinander abgestimmten Vorgänge in der natürlichen Selbstregulierung unseres Körpers.

Ablauf der Ernährungstherapie

1. Termin  -  die Diagnostik

Das physiologische Millieu erfasst man zum einen u.a. mit bildgebenden Methoden (Röntgen, MRT) und Labor (Blut, Urin) und zum anderen ziehe ich das Wissen der jahrtausende alten Traditionellen Chinesischen Medizin hinzu, die mittels Zungen- und Pulsdiagnostik und gezielter Befragung aufdeckt, wie Ihr Körper "lebt", welche Dysbalancen sich über Jahre hinweg gebildet haben und so Ihren inneren Stoffwechsel erschöpfen und damit Heilungs- und Regenerationsprozesse behindern, aber auch Entzündungsprozesse schüren.    

Dauer ca. 50 min

2. Termin  - die Beratung

Nach stattgefundener Diagnostik / Befundung bespreche ich mit Ihnen einen für Sie ausgearbeiteten Ernährungsplan, in dem günstige als auch für die Zeit der Stabilisierung ungünstige Nahrungsmittel aufgelistet sind. Auch der wichtige Teil der Zubereitung ist Thema dieser Beratung.

Dauer ca. 90 min

3. Termin  -  Kontrolle

Nach 6-8 Wochen findet ein weiteres Treffen statt, in dem ich mit Ihnen Ihre kurze Dokumentation der letzten Wochen bespreche, eventuelle Fragen beantworten und weitere Empfehlungen geben kann. 

Dauer ca. 40 min